Ein heißer Sommertag auf der Erde ist kühl und erfrischend gegen die Bedingungen, die der Rover bei seiner Mission auf dem Mond vorfindet.

Der Boden mit dem feinsandigen Regolith-Gestein ist 120 Grad Celsius heiß. Von oben strahlt die Sonne mit einer Energie von 1.400 Watt pro Quadratmeter. Die Umgebungstemperatur des Weltraumes beträgt minus 270 Grad Celsius. Dazu kommt: Auf der Erde leitet die Luftzirkulation Wärme ab. Auf dem Mond dagegen herrscht ein perfektes Vakuum, das keinerlei Wärme abführt.

Karsten Becker von den Part-Time Scientists: „Die Frage ist also nicht in erster Linie ‚Wie werden wir die Wärme los?‘, sondern eher ‚Wie vermeiden wir es, dass überhaupt zu viel Wärme in den Rover gelangt?‘.“

"Eine Handy Batterie wäre nach 5 Minuten zerstört. Der Audi lunar quattro muss tagelang funktionsfähig bleiben."

Karsten Becker

Besonders temperaturempfindlich: die Batterien, die den Mondrover antreiben. Bis 85 Grad Celsius bleiben sie operabel. Überhitzen die Batterien, werden sie irreversibel geschädigt. Ihre Funktion ist für eine erfolgreiche Mission jedoch entscheidend. Die Batterien dienen als Puffer für die Verbrauchsspitzen der Motoren oder treiben den Rover bei besonders schwierigen Fahrmanövern an, bei denen das Solarpanel nicht optimal ausgerichtet ist.

Audi lunar quattro

Audi lunar quattro

Die Batterien des Audi lunar quattro stehen im Fokus: halten sie den Bedingungen stand?

Die Batterien sind zwar im Rover geschützt verbaut, besonders isoliert und durch das Solarpanel überdacht. Dennoch ist die entscheidende Frage: Wie viel Energie wird vom 120 Grad Celsius heißen Mondboden über die Räder in den Körper des Rovers auf die Batterien übertragen?

Das haben die Experten der Part-Time Scientists natürlich in Simulationen berechnet. Aber wie ist die Wärmeleitung in der Realität? Und wo lassen sich die Bedingungen, die der Rover auf dem Mond vorfindet, ansatzweise nachbilden?

Die Kooperation mit Audi bietet den Part-Time Scientists genau für solche Fragestellungen einmalige Gelegenheiten. Karsten Becker: „Es ist ein Glücksfall, dass wir die innovativen Einrichtungen von Audi nutzen können.“

“120° Celsius Hitzeeinstrahlung brennen von unten, 1.100 Watt Einstrahlung von oben – dies sind extreme Bedingungen.” – Karsten Becker

Dr. Markus Bergmann, Leiter der Fahrzeugprüfstände bei Audi Ingolstadt, hat die Sonnensimulationskammer der Abteilung Technische Entwicklung von Audi dafür besonders präpariert: „Wir heizen eine mit Quarzsand bedeckte Bodenplatte auf 120 Grad Celsius. Die Deckenstrahler in unserem Prüfstand brennen mit 1.100 Watt von oben. Und die Umgebungstemperatur in der Kammer liegt bei minus 20 Grad Celsius. Nur ein Vakuum können wir hier nicht erzeugen. Solchen Extrembedingungen unterliegen Automobile auf der Erde natürlich nicht. Ich bin gespannt, wie der Rover darauf reagiert.“

An einem wolkenlosen Sommertag in Mitteleuropa strahlt die Sonne mit einer Energie von etwa 1.000 Watt pro Quadratmeter auf die Erde.

Würden Sie Ihr Smartphone an so einem Tag in die pralle Sonne legen und abwarten, wie der Akku die Hitze verträgt?

Wie wird der Rover reagieren?

Sehen Sie selbst.

#MissionToTheMoon

Was die Welt darüber denkt

Die Partner: